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Visum Hongkong China: Regelung, Transit und Aufenthalt

  • Hongkong erlaubt vielen Reisenden, darunter Deutschland/Österreich/Schweiz, eine visumfreie Einreise bis zu 90 Tagen – jedoch ohne Arbeits- oder Studienaufnahme.
  • Für das chinesische Festland gilt grundsätzlich Visumspflicht; ein Visa on Arrival ist im Regelfall nicht vorgesehen.
  • Eine wichtige Ausnahme ist der visumfreie Transit in ausgewählten Städten: bis zu 72 oder 144 Stunden, wenn ein Direkt-Weiterflug in ein Drittland nachweisbar ist.
  • Hongkong zählt einreiserechtlich nicht als Festland-China; dadurch ergeben sich in der Praxis klare Brüche bei Einreisebestimmungen, Zeitzählungen und Ticketlogik.
  • Wer von China nach Hongkong und zurück reist, braucht beim Festland-Visum meist Zweifacheinreise oder Mehrfacheinreise.
  • Bei Kreuzfahrten entscheidet die Route: manche China-Häfen bleiben visumpflichtig, während einzelne Konstellationen 144-Stunden-Aufenthalt erlauben.

Hongkong wirkt auf den ersten Blick wie ein unkomplizierter Knotenpunkt zwischen Kontinenten: gläserne Terminals, perfekte Beschilderung, schnelle Züge zur Grenze. Dennoch liegen im Detail die Stolpersteine. Wer nur ein Wochenende im Stadtviertel Central plant, braucht oft kein Visum. Wer jedoch spontan einen Tagesausflug nach Shenzhen anhängt, landet sofort in einer anderen Welt der Einreisebestimmungen. Genau dort entstehen Missverständnisse: Hongkong gehört politisch zur Volksrepublik, hat aber als Sonderverwaltungszone eine eigene Visapolitik. Daher können Visabestimmungen und Reisebeschränkungen für dieselbe Reise sehr verschieden ausfallen – je nachdem, ob die Route das Festland berührt oder nur Transiträume nutzt.

Besonders relevant ist das beim Umsteigen über chinesische Metropolen. Denn Transit ist nicht automatisch „ohne Visum“. China verlangt in der Regel vorab eine Visaerteilung, die beim Boarding bereits überprüft wird. Gleichzeitig existiert eine praxistaugliche Ausnahme: der visumfreie Transit bis zu 72 oder 144 Stunden in bestimmten Städten, sofern ein Weiterflug in ein Drittland fest gebucht ist. Wer diese Logik versteht, reduziert Stress, Kosten und Fehlplanungen erheblich – und gewinnt die Freiheit, aus einem Layover einen kurzen Aufenthalt zu machen.

Einreisebestimmungen Hongkong: Visumfrei, aber nicht grenzenlos

Für viele Reisende aus Europa ist Hongkong im besten Sinne unkompliziert. Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten bei der Ankunft typischerweise eine visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage. Deshalb entsteht leicht der Eindruck, es gebe „gar keine Regeln“. Tatsächlich gelten klare Visabestimmungen, die im Alltag nur selten sichtbar werden, am Schalter jedoch sehr konkret sind. Dazu gehört vor allem die Erwartung, dass ein gültiger Reisepass mit ausreichender Restlaufzeit vorliegt. Außerdem hilft ein Nachweis der Rück- oder Weiterreise, weil er die Reiseabsicht plausibel macht.

Gerade bei längeren Trips zeigt sich, wie wichtig saubere Planung ist. Wer etwa drei Monate in Hongkong Freunde besucht und anschließend nach Macau oder Taiwan weiterzieht, sollte Tickets und Reservierungen konsistent halten. Denn die Immigration achtet auf Glaubwürdigkeit: ausreichende finanzielle Mittel, nachvollziehbare Reiseroute und keine Hinweise auf unerlaubte Erwerbstätigkeit. Zwar wird nicht jeder Beleg verlangt, jedoch kann eine stimmige Dokumentenmappe im Zweifel Zeit sparen. Zudem ist die Regel einfach: visumfrei bedeutet nicht „ohne Bedingungen“, sondern „ohne vorherigen Antrag“.

Was die 90 Tage in der Praxis bedeuten

Die visumfreie Zeit ist für Tourismus, Geschäftsbesuche, Familien- und Freundesbesuche oder reinen Transit gedacht. Dennoch führt gerade das Wort „Business“ oft zu Missverständnissen. Meetings, Messen und Kundentermine sind in vielen Fällen abgedeckt, während echte Beschäftigung vor Ort nicht erlaubt ist. Deshalb sollte ein Freelancer, der „nebenbei“ für ein lokales Unternehmen arbeitet, nicht von der Visumfreiheit ausgehen. Stattdessen braucht es ein passendes Arbeits- oder Trainingsvisum, das vorab beantragt wird.

Ein anschaulicher Fall: Eine Berliner Startup-Mitarbeiterin plant drei Wochen Hongkong für Investorengespräche, möchte aber parallel ein bezahltes Projekt bei einem lokalen Partner umsetzen. Das klingt nach normalem Business, wird rechtlich jedoch schnell zur Erwerbstätigkeit. Daher ist eine frühzeitige Klärung entscheidend, weil spätere Korrekturen an der Grenze kaum möglich sind. Wer den Zweck sauber trennt und belegen kann, reist deutlich entspannter ein. Am Ende gilt: Aufenthalt und Aktivität müssen zusammenpassen, sonst wird die Reise unnötig riskant.

Wiedereinreise nach Ausreise: möglich, aber mit Augenmaß

Nach einer Ausreise – etwa nach Macau – ist eine erneute Einreise nach Hongkong oft möglich. Dennoch empfiehlt sich eine realistische Planung, weil häufige Grenzübertritte Fragen auslösen können. Wer beispielsweise mehrfach kurz aus- und einreist, wirkt schnell wie jemand, der seinen Aufenthalt „verlängern“ möchte, ohne die Regeln zu erfüllen. Außerdem kann die Immigration im Einzelfall genauer nachfragen, wenn die Reiseroute ungewöhnlich erscheint. Deshalb ist es klug, Hotelbuchungen, Rückflüge und plausible Gründe für die Route griffbereit zu haben.

Ein weiterer Punkt ist die Passgültigkeit. Die gängige Empfehlung lautet, mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus einzuplanen. Das ist kein Selbstzweck, sondern reduziert Grenzfälle, etwa bei Flugausfällen oder spontanen Umbuchungen. Folglich schafft eine solide Pass- und Ticketplanung nicht nur Formalität, sondern auch echte Flexibilität im Reisealltag. Das nächste Thema zeigt, warum diese Klarheit beim Sprung aufs Festland noch wichtiger wird.

China-Visum für das Festland: Regelung, Visaerteilung und typische Fallstricke

Wer von Hongkong aus nach China auf das Festland weiterreist, betritt ein anderes Visaregime. Grundsätzlich gilt: Für das Festland besteht Visumspflicht, und die Visaerteilung erfolgt vor der Reise. Besonders wichtig ist dabei, dass Fluggesellschaften das Visum bereits beim Boarding kontrollieren. Daher scheitern Reisen nicht selten, obwohl der Reisende „erst in Shanghai klären“ wollte. Ein Visa on Arrival ist im Regelfall nicht vorgesehen, weshalb spontane Lösungen am Flughafen kaum funktionieren.

In der Praxis betrifft das auch Transit-Szenarien. Wer nur kurz in China umsteigt, denkt häufig, ein Visum sei überflüssig. Allerdings unterscheidet China strikt zwischen „airside“ und Einreise. Solange der Transitbereich nicht verlassen wird und die Weiterreise in kurzer Zeit erfolgt, bleibt vieles unproblematisch. Sobald jedoch der Flughafen verlassen werden soll, greifen klare Regeln – und genau dort wird die Transit-Ausnahme interessant, die später detailliert folgt. Deshalb sollte jede Reiseplanung zunächst klären: Wird wirklich nur umgestiegen, oder ist ein kurzer Aufenthalt in der Stadt geplant?

Mehrfacheinreise: entscheidend bei Hongkong-Abstechern

Hongkong gilt einreiserechtlich als Ausreise aus dem Festland. Wer also erst nach Guangzhou fliegt, dann ein paar Tage nach Hongkong fährt und anschließend nach Shanghai weiter will, braucht dafür eine passende Einreisezahl. Bei einem klassischen Touristenvisum bedeutet das häufig: Zweifacheinreise oder Mehrfacheinreise. Ohne diese Option kann die Rückkehr aufs Festland scheitern, obwohl Unterkunft und Zugticket längst gebucht sind. Daher ist es sinnvoll, die Route früh zu skizzieren und die Einreiseanzahl entsprechend zu wählen.

Ein Beispiel aus der Beratungspraxis: Ein Familienvater plant „China + Hongkong“ als Rundreise. Zuerst Beijing, dann Hongkong Disneyland, danach Xi’an. Wenn nur eine Einreise beantragt wurde, endet die Festlandreise faktisch mit der Hongkong-Etappe. Das wirkt banal, kostet aber im Zweifel Umbuchungsgebühren und Nerven. Deshalb lohnt es sich, die Reise wie eine Kette zu sehen: Jeder Grenzübertritt ist ein eigenständiges Ereignis mit eigener Logik.

Reisebeschränkungen und Nachweise: warum Konsistenz zählt

Auch wenn die Regeln klar sind, hängt die Grenzerfahrung oft von Konsistenz ab. Passen Flugroute, Hoteladressen und Reisezweck zusammen, verläuft die Kontrolle meist zügig. Wirken Angaben widersprüchlich, entstehen Nachfragen. Zudem können Reisebeschränkungen je nach Lagebild oder regionaler Verwaltungspraxis differieren, weshalb aktuelle Hinweise der Behörden und Airlines wichtig bleiben. Allerdings ist die beste Vorsorge weiterhin eine saubere Dokumentenlinie: Pass, Visum, Buchungen, Weiterreise.

Folglich ist das „richtige“ Visum weniger eine Formalität als ein Reiseinstrument. Wer es passend wählt, kann flexibel zwischen Metropolen, Zügen und Grenzen wechseln. Damit rückt automatisch der Sonderfall in den Fokus, der vielen Reisen erst die gewünschte Leichtigkeit gibt: der visumfreie Transit bis 72 oder 144 Stunden.

Visumfreier Transit in China: 72/144 Stunden Regelung verständlich angewendet

Der Transit in China kann überraschend großzügig sein – jedoch nur, wenn die Bedingungen exakt erfüllt sind. Die zentrale Idee lautet: Wer über bestimmte chinesische Städte einreist und innerhalb eines festgelegten Zeitfensters in ein Drittland weiterfliegt, kann sich unter Umständen ohne vorheriges Visum kurz aufhalten. Dadurch wird aus einem langen Umstieg ein urbaner Kurztrip. Trotzdem ist die Regelung keine „freie Wahl“, sondern eine definierte Ausnahme. Deshalb ist eine präzise Ticketlogik wichtiger als jede Improvisation.

Entscheidend ist, dass beim Boarding des China-Fluges statt eines Visums ein Weiterflugticket vorgelegt wird, das ab dem Transit-Ort in ein Drittland führt. Außerdem muss dieser Weiterflug typischerweise ein Direktflug sein. Sobald eine weitere Zwischenlandung in China geplant ist, fällt die visumfreie Transitoption in der Regel weg. Daher sollte die Route wie ein Dreieck aussehen: Herkunftsland → China-Transitstadt → Drittland. Hongkong kann dabei das Drittlandziel sein, obwohl es politisch zur Volksrepublik gehört, weil es visatechnisch eigenständig behandelt wird.

Welche Städte welche Zeitfenster bieten

Die Zeitfenster unterscheiden sich nach Stadt. Für bis zu 144 Stunden (also bis zu sechs Tage) gelten wichtige Hubs wie Shanghai, Peking, Tianjin und Guangzhou. Daneben existiert die 72-Stunden-Option in mehreren Städten, etwa Chengdu, Chongqing, Xi’an, Hangzhou oder Xiamen. Dadurch lassen sich kulturell sehr unterschiedliche Zwischenstopps planen: morgens Terrakotta-Armee, abends weiter nach Seoul; oder erst Bund-Promenade in Shanghai, dann weiter nach Hongkong.

Außerdem gilt die Regelung nur für Staatsangehörige eines festgelegten Länderkreises, der viele europäische Staaten einschließt. Dazu zählen alle EU-Länder sowie unter anderem Schweiz, Island, Russland, Ukraine, außerdem USA, Kanada, Mexiko, Argentinien, Chile, Brasilien sowie Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland. Folglich profitieren viele Reisende, jedoch nicht alle. Wer in einer gemischten Reisegruppe unterwegs ist, sollte deshalb die Pässe einzeln prüfen, damit nicht einzelne Personen am Ende doch ein reguläres Visum benötigen.

Option Beispielstädte Maximaler Aufenthalt Zwingende Bedingung
Visumfreier Transit 144h Shanghai, Peking, Tianjin, Guangzhou bis 144 Stunden Direkt-Weiterflug in ein Drittland + Einreise über zugelassene Hubs
Visumfreier Transit 72h Chengdu, Xi’an, Hangzhou, Xiamen (u.a.) bis 72 Stunden Weiterflug in ein Drittland, kein zusätzlicher China-Stopp
Reguläres China-Visum alle Städte je nach Visumtyp Visaerteilung vor Reiseantritt, Kontrolle beim Boarding

Fallbeispiel „Transit nach Hongkong“: so wird es korrekt gebaut

Ein realistisches Szenario: Ein Reisender fliegt von Frankfurt nach Shanghai, bleibt drei Tage, und fliegt dann direkt nach Hongkong. Das kann als visumfreier Transit funktionieren, weil Hongkong als Ziel außerhalb des Festland-Visasystems zählt. Wichtig ist jedoch, dass der Weiterflug ab Shanghai tatsächlich fest gebucht und nachweisbar ist. Außerdem sollte der Aufenthalt die 144 Stunden nicht überschreiten. Daher lohnt es sich, die Uhrzeiten exakt zu prüfen, weil schon eine verspätete Abreise die Grenze reißen kann.

Ein Gegenbeispiel zeigt die typische Falle: Frankfurt → Shanghai → Chengdu → Hongkong. Obwohl Hongkong das Ziel ist, liegen zwei China-Stopps vor. Damit entfällt die Regelung häufig, weil kein Direkt-Weiterflug aus der ersten Transitstadt ins Drittland besteht. In solchen Fällen führt kaum ein Weg am regulären Visum vorbei. Das Kernprinzip ist also schlicht, aber streng: ein China-Stopp plus Weiterflug – und zwar sauber belegt.

Wer die Mechanik einmal verstanden hat, kann Transitzeiten strategisch nutzen. Dennoch sollte die nächste Ebene nicht unterschätzt werden: Kreuzfahrten kombinieren Häfen, Sonderstatus und Behördenpraxis – und bringen dadurch ganz eigene Grenzfälle mit sich.

Kreuzfahrt zwischen Hongkong und China: Visabestimmungen nach Hafenroute

Bei Kreuzfahrten wirken Grenzen oft abstrakt. Das Schiff legt an, Gäste gehen von Bord, Ausflüge starten. Dennoch entscheidet die Reihenfolge der Häfen über Visabestimmungen und damit über Stress oder Leichtigkeit. Ein zentraler Punkt: Hongkong wird visatechnisch nicht als Festland-China gewertet. Daher kann eine Route Hongkong–Japan–Hongkong völlig anders behandelt werden als Hongkong–Shanghai–Hongkong. Genau deshalb sollten Passagiere nicht nur das Land, sondern jeden einzelnen Hafen in die Planung einbeziehen.

Viele häufig angelaufene Hafenstädte auf dem Festland bleiben grundsätzlich visumpflichtig. Dazu zählen typischerweise Sanya, Xiamen und Qingdao, bei denen Reisende in der Praxis meist ein reguläres China-Visum benötigen. Auch kombinierte Routen können die Ausnahme ausschließen: Wenn ein Schiff sowohl Shanghai als auch Tianjin anläuft, ist häufig ebenfalls ein Visum erforderlich. Das ist für Reisende überraschend, weil beide Städte einzeln mit 144 Stunden Transitoption bekannt sind. Allerdings zählt im Kreuzfahrtkontext die Gesamtroute – und damit die Zahl der Einreisen.

Wenn 144 Stunden doch möglich sind

Es gibt Konstellationen, in denen ein 144-Stunden-Aufenthalt ohne Visum realistisch ist. Steuert das Schiff beispielsweise nur Tianjin an und erfolgt die Rückreise anschließend per Flug ab Peking, kann der visumfreie Aufenthalt möglich sein. Entsprechendes gilt, wenn nur Shanghai angelaufen wird und die Ausreise danach per Flug erfolgt. Außerdem kann es funktionieren, wenn ein Reisender nach Shanghai fliegt, dort das Schiff besteigt und dieses direkt in ein „Ausland“ wie Japan, Taiwan, Hongkong oder Korea weiterfährt. Dadurch erfüllt die Reise eher die Logik des Transitmodells.

Dennoch bleibt ein praktischer Faktor: Die Regelungen für Kreuzfahrttouristen gelten als vergleichsweise neu und werden nicht überall gleich routiniert umgesetzt. Deshalb können Rückfragen oder Verzögerungen entstehen, selbst wenn die Papiere stimmen. Viele Reedereien raten daher aus Vorsicht zum regulären Visum, weil es die Abfertigung planbarer macht. Wer auf maximale Sicherheit setzt, wählt häufig diese konservative Strategie, gerade bei knappen Ausflugsfenstern.

Checkliste für Kreuzfahrtgäste: was vorab geklärt werden sollte

  • Welche Festland-Häfen werden exakt besucht, und in welcher Reihenfolge?
  • Erfolgt die Ausreise per Flug ab derselben Region (z. B. Shanghai) oder nach einem Hafenwechsel?
  • Gibt es einen Direkt-Weitertransport in ein Drittland, der die Transit-Logik stützt?
  • Welche Dokumente verlangt die Reederei zusätzlich (Passkopien, Manifestdaten, Hotelbuchungen)?
  • Wie werden mögliche Reisebeschränkungen und kurzfristige Hafenänderungen abgesichert?

Ein greifbares Fallbild: Eine Familie bucht „Hongkong–Shanghai–Seoul“. Das wirkt eindeutig, kann aber bei einem zusätzlichen Anlauf in Qingdao plötzlich visumpflichtig werden. Daher sollte die Route nicht nur beim Buchen, sondern auch kurz vor Abreise geprüft werden, weil Kreuzfahrtpläne sich ändern können. Gerade deshalb ist die enge Abstimmung mit der Reederei so wertvoll. Als nächstes lohnt der Blick auf die Praxis: Welche Dokumente und Nachweise machen Einreisen und Transit wirklich reibungslos?

Zwischen Ticketlogik und Grenzschalter liegt oft nur ein Blatt Papier. Deshalb hilft eine pragmatische Dokumentenstrategie, die im nächsten Abschnitt konkret wird.

Dokumente, Nachweise und Praxis: So wird Aufenthalt und Transit planbar

Reiseplanung ist in Ostasien oft ein Balanceakt zwischen Spontaneität und Formalität. Gerade bei Visum-Fragen lohnt jedoch ein methodischer Ansatz. Denn Airlines prüfen Dokumente bereits vor dem Abflug, und Grenzstellen arbeiten nach klaren Kriterien. Daher reduziert eine gut sortierte Unterlagenmappe nicht nur Risiken, sondern auch Stress. Außerdem stärkt sie die eigene Handlungsfähigkeit, wenn sich Flüge verschieben oder Routen kurzfristig angepasst werden müssen.

Für Hongkong gilt im Regelfall: Pass, Rück- oder Weiterflug, sowie ein plausibler Reisezweck reichen oft aus. Wer länger bleibt, kann zusätzliche Nachweise bereithalten, etwa Hotelbuchungen oder eine Einladung. Für das Festland-China ist die Logik strenger: Wenn ein reguläres Visum nötig ist, muss es vorliegen, bevor der Flug angetreten wird. Beim visumfreien Transit hingegen wird der Weiterflug zum zentralen Dokument. Folglich ist nicht nur das „Ob“, sondern das „Wie gebucht“ entscheidend.

Typische Dokumentenpakete nach Reisesituation

Um die Unterschiede greifbar zu machen, hilft eine einfache Zuordnung. Wer ausschließlich Hongkong besucht, braucht meist kein vorab beantragtes Visum. Trotzdem sollte der Pass lange genug gültig sein, idealerweise mit ausreichender Restlaufzeit über das Ausreisedatum hinaus. Wer Hongkong mit einem Abstecher aufs Festland kombiniert, plant hingegen am besten rückwärts: Zuerst Route und Grenzübertritte festlegen, dann die passende Visumkategorie und Einreiseanzahl bestimmen. Dadurch lassen sich klassische Fehler – etwa nur eine Einreise – früh vermeiden.

Auch beim Transit sind Details ausschlaggebend. Der Weiterflug sollte nicht nur „irgendwie“ existieren, sondern fest gebucht und nachweisbar sein. Zudem sollte die Verbindung so gestaltet sein, dass kein zweiter China-Stopp entsteht. Ein Praxis-Tipp: Wenn ein Ticket als zwei getrennte Buchungen vorliegt, kann das am Schalter erklärungsbedürftig werden. Deshalb sind durchgängige Buchungen oft der ruhigere Weg, selbst wenn sie etwas teurer sind. Letztlich wird an der Grenze nicht die Reiselaune bewertet, sondern die Dokumentenlogik.

Kontaktstellen und Orientierung vor Ort

Wer in Hongkong ein spezielles Visum benötigt, etwa für Arbeit oder Studium, wendet sich an die zuständige Behörde vor Ort. Das Immigration Department sitzt in Wan Chai im Immigration Tower, außerdem ist es telefonisch erreichbar. Diese Hinweise sind nicht nur formal: Gerade bei Statuswechseln, Verlängerungen oder neuen Genehmigungen ist eine direkte Quelle besser als Hörensagen. Deshalb lohnt es sich, offizielle Informationen regelmäßig zu prüfen, weil Regelwerke und Abläufe angepasst werden können.

Eine häufige Frage bleibt dennoch: Was passiert bei Planänderungen unterwegs? Hier hilft eine klare Priorität: Zuerst die rechtliche Einreisegrundlage sichern, dann erst flexibel umbuchen. Wer zum Beispiel im Transit spontan „noch nach Chengdu“ möchte, sollte prüfen, ob damit ein zweiter China-Stopp entsteht. Falls ja, kippt die Regelung, und der Ausflug wird zum Problem. Folglich ist Flexibilität möglich, aber nur innerhalb der Visalogik. Genau dazu beantworten die folgenden Fragen die häufigsten Unklarheiten.

Wird für einen reinen Aufenthalt in Hongkong ein China-Visum benötigt?

Nein. Für einen reinen Besuch in Hongkong gelten eigene Einreisebestimmungen. Viele Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten bei Ankunft eine visumfreie Einreise bis zu 90 Tagen, sofern Pass und Weiterreise plausibel sind.

Kann das China-Visum bei Ankunft am Flughafen beantragt werden?

Im Regelfall nein. Für das Festland ist die Visaerteilung normalerweise vor Reisebeginn erforderlich, und die Airline prüft das Visum bereits beim Boarding. Eine zentrale Ausnahme kann der visumfreie Transit bis 72/144 Stunden sein, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

Welche Bedingung ist beim visumfreien Transit in China am wichtigsten?

Der Nachweis eines fest gebuchten Weiterflugs in ein Drittland ab der Transitstadt, idealerweise als Direktflug. Sobald eine weitere Zwischenlandung in China vorgesehen ist, greift die Transit-Regelung in der Regel nicht.

Darf mit der 90-Tage-Visumfreiheit in Hongkong gearbeitet oder studiert werden?

Nein. Die visumfreie Einreise deckt Tourismus, Geschäftsbesuche, Familien-/Freundesbesuche und Transit ab. Für Arbeit, Studium oder Praktikum ist vor der Einreise ein passendes Visum beim Hongkong Immigration Department zu beantragen.

Was ist bei China–Hongkong–China besonders zu beachten?

Hongkong zählt einreiserechtlich als Ausreise aus dem Festland. Wer nach einem Hongkong-Trip wieder nach China einreisen möchte, braucht beim regulären China-Visum meist eine Zweifach- oder Mehrfacheinreise. Daher sollte die Route vor dem Antrag exakt feststehen.

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